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  • Immer neue kleine Tropfen, welche sich zu fließenden Spuren vereinten, rannen Delias Rücken hinunter. Genüsslich legte sie ihren Kopf in den Nacken und seufzte wohlig. Die sanfte Wärme und der Duft schien sie wie ein unsichtbarer Schutzschild zu umgeben.
    Die Matte unter ihrem Körper gab leicht nach, als Louis sich hinter sie kniete und begann, das Öl streichelnd über ihren Körper zu verteilen. Sie hatte gar nicht
    mit bekommen, wie ihr Körper sich verspannt hatte.


    Heiß und wollüstig strich Louis Atem über ihren Hals. Sanft strichen seine gespreizten Finger über ihre runden Hüften, gruben sich fest in ihr Fleisch und zogen unnachgiebig ihr Becken nach hinten. Da er immer noch über ihren Rücken gebeugt war, hatte sie keine andere Wahl als ihren Oberkörper nach vorne zu beugen.

    Zwischen Delias Schenkeln pochte es beständig. In ihrem Kopf war kein Platz mehr für einen anderen Gedanken als den, dass Louis ihre Körper endlich vereinen sollte. Ihre und seine Hitze lief auf einem Level, welches vollkommen zusammen passte. Dichter und dichter rückte Louis Nähe an sie heran. Als seine Hände fest ihre Hüften packten bereitete Delia sich innerhalb von Sekunden auf seine kompromisslose Eroberung ihrerseits vor. Sie öffnete die Lippen, doch weiter als zu einem gestammelten „Bitte...“ kam sie nicht.

    Mit einem Ruck wurde die Tür zu ihrem Raum aufgerissen, und jemand schaltete das grelle Deckenlicht ein.

    Panisch versuchte Delia, ihre Blöße zu bedecken, doch die Manschetten hinderten sie daran. Drei Männer betraten den Raum.

    Es dauerte eine Weile, bis sich Delias Bewusstsein so weit geklärt hatte, dass sie in der nüchternen Realität ankam.
    Drei Fremde in schlecht sitzenden Anzügen standen im Raum, und sie hatte nichts an außer Reste ihrer Kleidung und die Manschetten.

    Hinter ihr verwandelte sich Louis Hitze in Eiseskälte, nichts sichtbares, aber für Delia so greifbar, dass ihr eine starre Gänsehaut über den Körper lief.
    Langsam, aber zielstrebig rückte Louis an sie heran und verbarg mit dem rechten Arm und flacher Hand ihren Busen. Mit der anderen Hand löste er ihre Handfesseln, hielt sie aber weiter fest.

    Sie wünschen?“
    Seine Stimme klang wie gebrochenes Glas. In zwei Bewegungsabläufen stand er auf, zog Delia mit sich hoch und griff mit einer weiteren Bewegung nach einer Decke, die ein Stück entfernt lag. Es flatterte kurz wie ein Umhang, als die Decke mit einem elegantem Schwung um Delias Schultern landete und sie vollständig vor den fremden Blicken bedeckte. Ohne eigene Scham zu zeigen, trat Louis den Männern entgegen.


    Delia wagte sich nicht zu rühren. Was ging hier vor, so tief unten im Club?

    Es tut uns Leid, Sie stören zu müssen“, sagte einer der Männer.
    In dieser absurden Situation gefangen, fielen Delia die schlammbedeckten Schuhe des Mannes auf. Vorhin hatte es weder geregnet, noch innerhalb der letzten Tage.

    Wir müssen Sie bitten, uns zu begleiten“, sagte er knapp. „Wenn Sie sich bitte ankleiden würden?“ Er zückte kurz seine Polizeimarke und hielt sie kurz hoch.
    Louis verzog keine Miene. „Sie werden oben warten. Markus wird Sie nach oben begleiten. Ich bin mir sicher, was immer Sie auch möchten, können wir oben besprechen. Markus!“

    Automatisch schauten sich die Begleiter des Redners um. In diesem Moment öffnete sich die Tür, und der Mann vom Empfang stand abwartend auf der Schwelle. Er machte eine kurze Handbewegung, die sowohl einladend war, ihm zu folgen, aber auch sehr direkt wirkte.

    Natürlich“, lächelte der Agent. Kurz huschte sein Blick über die verhüllte Delia. „Und – nur um Missverständnisse zu vermeiden, wir legen nicht nur auf Ihre Gesellschaft wert, sondern auch auf die von Ms. Summers.“
    Markus schloss leise die Tür hinter den Cops.

    Endlich ließ Louis Delias Handgelenke los. Irritiert sah sie ihn an. Ihre sexuelle Erregung hatte sich in irrationale Panik verwandelt. Was war das?“
    Schützend zog sie die Decke enger um sich. „Was wollen die von
    uns? Von mir?“


    Bevor Louis antworten konnte, öffnete sich die Tür erneut und eine kleine, schwarzhaarige Asiatin huschte herein. Ihr Blick war gesenkt, als sie einen Stapel frischer Kleidung in einer fließenden, knienden Art vor sie hin legte. Gleich darauf verschwand sie wortlos wieder.

    Es wird gar nicht so sehr um dich gehen“, sagte Louis kalt. Er fischte ein azurblaues Kleid vom Boden und hielt es ihr hin. Der Stoff fühlte sich kalt und fremd unter Delias Fingern an.
    Kurz kniete Louis nieder und löste ihre Fußmanschetten. Achtlos ließ er sie auf die Matte fallen.

    Worum geht es dann?“ fragte Delia scharf. „Du hast kein Recht, mich in irgendetwas hinein zu ziehen!“
    Das mache ich auch nicht“, entgegnete Louis und griff nach der Kleidung, die für ihn bestimmt war. „Ich lasse mich von dir in diese Sache hinein ziehen.“
    Wie bitte?“ fragte Delia völlig perplex. „Ich wüsste nicht, was...“

    Gregor Summers“, entgegnete Louis. Seine Augen blitzten wissend auf, und in Delia bildete sich ein kalter, widerlicher Klumpen Ekel. Jahrelang hatte sie erfolgreich diesen Namen und alle damit zusammen hängenden Verbindungen verdrängt. Nun musste sie fest stellen, dass allein die Erwähnung dieser Person alles mit einem Schlag an ihre bewusste Oberfläche treten ließ.

    Ganz ruhig“, flüsterte Louis. Voller Sorge nahm er die leichenblass gewordene Delia in die Arme. „Ich wollte mit dir am folgenden Abend darüber sprechen. Die Cops sind mir zuvor gekommen, dass ist alles. Wenn wir gleich auf sie treffen, dann lass dir unbedingt Zeit mit deinen Antworten. Sag nichts, worüber du dir nicht absolut sicher bist. Halt deine Antworten kurz und knapp, sonst erinnerst du dich später nicht mehr, was du genau gesagt hast. Ich will nicht, dass du dich
    unabsichtlich in Widersprüche verwickelst.“

    Delia nickte. Der Schock saß ihr in den Gliedern. Sie versuchte, tief durch zu atmen und zählte in Gedanken rückwärts von zehn abwärts.
    Ich habe nichts getan“, sagte sie laut. „Und ich weiß überhaupt nichts über Gregor. Und ich will partout nichts von ihm wissen.“

    Ich befürchte, dass interessiert die da oben herzlich wenig.“
    Delia fuhr sich durch ihre Haare. Sie bräuchte einen Spiegel, doch sie hatte hier keinen. Die Spuren der letzten Stunden konnte jemand, der Bescheid wusste, wahrscheinlich ohne Schwierigkeiten von ihrem Gesicht ab lesen.

    Louis streckte ihr seine Hand entgegen. „Du bist nicht allein“, meinte er. „Ich bin an deiner Seite.“
    Das mag sein“, entgegnete Delia. Langsam lösten ihre geschäftlichen Fähigkeiten die emotionalen Gefühle ab.
    Aber ich frage mich, woher sie wissen, wo ich bin. Und, was noch viel wichtiger ist, was du damit zu tun hast. Woher weißt du von Gregor?“

    Ruhig sah Louis sie an. Sein Griff um ihre Hand wurde fester. „Du glaubst doch nicht im Ernst, dass ich meine Hausaufgaben vernachlässige, bevor ich mit einer neuen Geschäftspartnerin zusammen arbeite?“

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Kommentare 3

  • Silbertaler -

    Ich bin gespannt, wie es weiter geht, ich liebe Krimis... auch wenn es scheinbar keiner werden wird ;)

  • Silver Harlequin -

    Muss mich da mal blak anschließen. Cops wird zu oft verwendet. Polizist oder ähnliches wirkt einfach, da es mehr in unserem Umfeld genutzt wird und der Leser es sich somit mehr "Passiert-gleich-nebenan"-Gefühl vermittelt.
    Ansonsten bist du wie immer fies und hörst nach einem so kurzen Abschnitt auf. Grade nach so einem Twist ist das echt fies
    >:-/

  • blakmotion -

    erster ... na zumindes was das kommentiren angeht ... über das wort cops bin ich zu oft gestolpert (beamte arm der justiz oder oder cops klingt so amerikanisch billig)und na ja so ohne höhepunkt muss man ja wieder ne woche arten das nicht umbedingt nett... von dir aber wer sagt schon das du nett bist mehr zu mäckeln hab ich nicht du schreibst gut und es macht spass zu lesen ...ich freue mich auf nächste woche ..